Einfach mal abtauchen …

Alles andere als „einfach“ geht es beim Tauchsport zu. Denn das Abtauchen in die wunderbare Unterwasserwelt will und muss gelernt sein.

Georgios Kaskavaloglou, seit 22 Jahren bei uns als Alleskönner im Kantbereich tätig, weiß durch seine langjährige Erfahrung als Tiefseetaucher, wie mit den Schönheiten und auch den potenziellen Risiken bei diesem spannenden Sport umzugehen ist.

Georgios wuchs in einem kleinen griechischen Dorf namens Plantanopos, in der Nähe der Hafenstadt Kavala an der Ägäisküste – im Osten der Region Makedonien – auf.
Schon seit seiner Kindheit war das Tauchen und der intensive Kontakt zum Meer eine Leidenschaft, die bis heute stetig wächst.

Die vielfältigen Farben der phantastischen Unterwasserwelt nimmt Herr Kaskavaloglou als unglaublich anziehend wahr: “Das Wasser hat auf mich eine besondere Wirkung: Es beruhigt, ich fühle mich geborgen und zeitgleich ist es für mich ein Empfinden unaussprechlicher Freiheit.“

In seiner Zeit als Soldat der griechischen Marine konnte Georgios zum ersten Mal tiefere Gewässer erkunden. Seine damaligen Ausbilder brachten ihm allerlei Tipps und Tricks, aber auch das Umgehen mit den Gefahren der Tiefseewelt bei.

Unser Georgios Kaskavaloglou ist Gerätetaucher, das heißt,er wird während des Tauchgangs mit künstlichem und autonomem Atemgas versorgt.
Bei jedem Abtauchen begibt sich der Taucher in eine Umgebung für die er durch seine biologischen Anlagen nicht geschaffen ist und in der er ohne technische Unterstützung nur kurze Zeit überleben kann.
Zudem gibt es nur wenige andere Gelegenheiten, bei denen ein Mensch so unmittelbar mit verschiedenen physikalischen Gegebenheiten konfrontiert wird wie beim Gerätetauchen. 

Daher ist das Wissen, wie mit dem Tauchgerät umzugehen ist – in Form einer Tauchausbildung – absolut notwendig. Hier werden die theoretischen und praktischen Kenntnisse im Umgang mit der Tauchausrüstung, der Tauchgangplanung und das richtige Verhalten im Wasser vermittelt. Die erfolgreiche Ausbildung wird mit dem Erwerb eines Tauchscheins abgeschlossen.

Ebenso wichtig ist es, dass sich der Taucher in regelmäßigen Abständen einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung bei einem Tauchmediziner unterzieht.

 

Gesundheitliche Risiken sind:

  • Nichteinhalten der Limits – zum Beispiel durch menschliche Fehleinschätzung sowie Selbstüberschätzung
  • Dekompressionskrankheit – beim zu schnellem Auftauchen
  • Panikattacken unter Wasser
  • Verlust des Bewusstseins durch einen Tiefenrausch
  • Mögliche technische Probleme wie das Vereisen von Atemreglern
  • Unkontrollierter Luftverlust durch Beschädigung des Luftversorgungssystems
  • Unterkühlung infolge eines unzureichend isolierenden Tauchanzugs
  • Lungenriss

 

Risiken durch Umgebungsgefahren sind:

  • Giftige oder aggressive Wasserlebewesen, z. B. Giftfische
  • Eintauchen in geschlossene Bereiche (Höhlentauchen, Wracktauchen)
  • Verfangen in natürlichen oder künstlichen Gegenständen (Pflanzen, Fischernetze)
  • Abtreiben, auch bei geplantem Strömungstauchen

 

Doch durch eine gute Ausbildung, Kenntnis des Gewässers und seiner Bewohner sowie sorgfältige Vorbereitung und Organisation lassen sich diese Risiken auf ein Minimum begrenzen. Statistisch gesehen ist Tauchen eine sehr sichere Sportart.

„Jeder Tauchgang ist für mich eine neue, ganz eigene Erkundungstour. Man entdeckt unbekannte Phänomene und Orte, betrachtet die Schönheiten aus unterschiedlichen Perspektiven.
Wasser ist mein Element – und Tauchen meine große Leidenschaft,“ strahlt Georgios und freut sich auf sein nächstes Abtauchen in die farbenfrohe Kulisse der Tiefen.

Wir wünschen ihm „Gut Luft“ und viele weitere faszinierende Unterwassererlebnisse.

 

Übrigens:

Die Geschichte des Tauchens beginnt ca. 4500 v. Chr. mit der Ernte von Schwämmen, Perlen und Korallen.
In der Antike sollen auch schon Taucher bei Kampfeinsätzen gegen feindliche Schiffe eingesetzt worden sein.
Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts beginnt die Verwendung von Helmtauchgeräten am Grund von Gewässern.

Freiwillig in die Gefahrenzonen

Freiwillige Feuerwehren sind im Fall von Katastrophen meistens eine die Ersten am Ort des Geschehens. Oft sind sie Stunden, Tage oder sogar Wochen im Einsatz – riskieren ihr Leben, um zu helfen. Bundesweit gibt es fast eine Million freiwillige Feuerwehrleute.

Alexander Krammer, unser geschätzter Leiter der Baugruppenmontage, ist freiwilliger Feuerwehrmann. Und das seit vielen, vielen Jahren.

„Mit 16 Jahren bin ich der Jugendfeuerwehr beigetreten und wurde mit 18 Jahren in den aktiven Dienst übernommen. Meine Laufbahn ging über Truppmann, Truppführer, Atemschutzgeräteträger, Maschinist, Jugendwart, Gruppenführer, Zugführer“ berichtet Alexander Krammer und führt weiter aus:

„10 Jahre führte ich als Jugendwart die Jugendfeuerwehr Winterbach mit bis zu 25 Mitgliedern und bereitete diese Jugendlichen, in Einheit mit meinen Ausbilderkollegen, auf den aktiven Dienst vor.“

Seit circa einem Jahrzehnt ist unser Herr Krammer bereits in der Funktion des Zugführers und führt den 1. Zug in Winterbach mit 35 Kameraden.

„Im Januar 2018 wurde ich zum stellvertretenden Kommandanten gewählt. Ich bin für 80 Aktive sowie 33 Jugendliche der Jugendfeuerwehr sowie 11 Kameraden der Alterswehr, zusammen mit meinem Kommandanten im Übungs- und Einsatzdienst, für alle Tätigkeiten und Verpflichtungen der Freiwilligen Feuerwehr verantwortlich“, berichtet er zu unserem Erstaunen und ergänzt:

„die jährlichen Stunden, die wir hierbei außerhalb der Einsatzzeiten aufbringen, liegen circa bei 600 bis 800 Stunden.“

Im Einsatzfall trägt der Einsatzleiter (Zugführer) die volle Verantwortung für seine Einsatzkräfte. Hier muss er in wenigen Sekunden Entscheidungen treffen: Wie bekämpft man das Feuer bei teilweisen 600 bis 1000 Grad und einer Sicht gleich Null? Welche Löschmittel, Fahrzeuge, Gerätschaften werden zum Erfolg eingesetzt? Hier aber steht die Eigensicherheit immer an oberster Stelle.

Während des Einsatzes ist die Zusammenarbeit mit allen Rettungsdiensten und der Polizei sehr eng und wichtig.
Bei Verkehrsunfällen wird in gemeinsam mit dem Notarzt besprochen, wer wie verletzt oder eingeklemmt ist und welche Maßnahmen getroffen werden müssen.

Kann man sich Zeit lassen, weil der Eingeklemmte stabil ist, oder muss der Einsatzleiter eine Crashrettung durchführen lassen, weil es jetzt um Leben und Tod geht?

„In der Zeit, wo der Einsatz abläuft, geht alles seine Wege. Wir versuchen, uns auf solche Situationen so gut es geht immer wieder vorzubereiten und sie zu üben“, erklärt Herr Krammer.

„Es gibt Einsätze, die dramatisch sind, wo Tote oder Schicksale zu beklagen sind. Hier ist es wichtig, danach zu reden, keinen allein zu lassen.“

Alexander Krammer wird nachdenklich: „Auch in meiner Zeit gab es Einsätze, wo ich noch lange darüber nachdenke, es gibt Bilder, die man sicher nie vergisst. Schlimm ist es, wenn man bei einem Einsatz auf einen Bekannten trifft, und ihn nicht mehr retten kann, das ist brutal.“

Unser engagierter Kollege erklärt uns: „Alarmiert werden wir mittels Funkwecker. Je nach Einsatzstichwort wird entsprechend eines Verteilers alarmiert – in meinem Fall geht mein Wecker bei allen Einsatzstichworten.“

Innerhalb von drei Minuten verlässt in Winterbach das erste Fahrzeug das Feuerwehrgerätehaus Richtung Einsatzstelle. Tagsüber sind die meisten Einsatzkräfte bei ihrer Arbeitsstelle, doch alle Firmen hier in Winterbach stellen im Einsatzfall ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter frei.

„Das EHRENAMT Feuerwehr, den Job musst du leben, er ist eine Berufung! Wir sind 24 Stunden 365 Tage im Jahr für unsere Mitmenschen da, RETTEN, LÖSCHEN, BERGEN, SCHÜTZEN“, gibt Alexander Krammer zu bedenken und führt weiter aus: „Es ist die Verantwortung, das Bewusstsein, etwas Wichtiges zu leisten und das gute Gefühl, wenn bei einem Einsatz alles gut gelaufen ist und alle wieder gesund zurück sind.“

„Die Kameradschaft, der familiäre Zusammenhalt und unser „Aufeinander verlassen können“ sind die Gründe, warum ich gern in meiner Feuerwehr bin. Schön ist es auch, dass sich meine Tochter Madeleine für das Ehrenamt Feuerwehr begeistert hat und ebenfalls Mitglied im aktiven Dienst ist“, informiert uns Alexander Krammer und strahlt.

Diese unentgeltliche Vielfachbelastung, die unser Kollege Alexander Krammer aus freien Stücken auf sich nimmt, ist nicht so einfach: Sofort auf jeden Alarm reagieren, den Arbeitsplatz oder die Familie für den Einsatz verlassen, zu allen Tages- und Nachtzeiten parat zu sein – unbezahlt, sieht man von kleinen Prämien und Vergünstigungen ab.

Der Notruf erfolgt nicht nur bei Bränden, umgefallenen Bäumen oder Verkehrsunfällen, sondern auch bei Extremwetterereignissen wie Schnee- oder Hochwasserkatastrophen.

Alexander Krammer ist einer von Hunderten, die in den letzten Wochen an den Orten der Starkregenkatastrophe Hilfe geleistet haben.

Von diesem großen Einsatz berichtet unser Kollege und wir hören gespannt zu.

Hilfe bei der Hochwasserkatastrophe

„Der Hochwasserzug Rems-Murr-Kreis (bestehend aus den Wehren Winterbach, Schorndorf, Welzheim und Auenwald) wurde auf Weisung des Innenministeriums am Donnerstagabend, dem 15. Juli 2021, gegen 22 Uhr in Marsch gesetzt.

Wir fuhren den Treffpunkt Hermeskeil an, wo wir gegen 4 Uhr eintrafen.

Nach einer schlaflosen, kurzen Nacht bekamen wir unseren Einsatzbefehl. Wir wurden zu dem Ort Kordel beordert – also fuhren wir mit mehreren Feuerwehren, Bundeswehr und THW zur Einsatzzentrale in Kordel.

Kordel ist ein Ort mit ca. 2000 Einwohnern, wo die Kyll über die Ufer getreten ist. Der Pegel der Kyll führt normalerweise 70 cm, nun stieg sie hier auf acht Meter an und überflutete den gesamten Ort. So eine gewaltige Zerstörung hatte von uns vorher noch keiner erlebt oder gesehen.

Der Auftrag unseres Rems- Murr-Zugs war, die Ortsmitte von Schlamm und Dreck zu reinigen. Ebenso wurden parallel mehrere Keller ausgepumpt. Ein Teil der Mannschaft unterstützte die Bewohner beim Entrümpeln ihrer Häuser, die bis zu vier Metern unter Wasser standen. Wir arbeiteten bis zum Einbruch der Nacht.

Nach der wiederholt kurzen Nacht, die wir in einer nahegelegenen Turnhalle mit vielen anderen verbracht hatten, ging es erneut nach Kordel. Der heutige Auftrag war: Das Beseitigen des knöchelhohen Schlamms und die Entrümpelung des ortsansässigen Kindergartens. Dieser Kindergarten beherbergte neunzig Kinder, dementsprechend war die Größe des Gebäudes. In Zusammenarbeit mit der Bundeswehr erledigten wir diese äußerst umfangreichen Aufräumarbeiten des kompletten Kindergartens. Das war für mich persönlich der emotionalste, schlimmste Auftrag.

Die Bewohner waren sehr dankbar für unseren Einsatz und versorgten uns Helfer, so gut es möglich war, mit Kaffee und Getränken. Nach mehreren kräftezehrenden Tagen war unser Auftrag in Kordel abgearbeitet und wir traten den Rückmarsch in die heimischen Gefilde an.“

Wir, alle Kollegen und Kolleginnen von Alexander Krammer, sind unglaublich stolz, dass wir solch tapferen, ehrenamtlichen Helfer an unserer Seite wissen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn jeder von uns sich auf die Einsatzbereitschaft dieser Kräfte rundum verlassen kann.

 

Die Freiwillige Feuerwehr ist immer da, wo es brennt.

Insgesamt gibt es bundesweit 22.115 Freiwillige Feuerwehren, hinzu kommen in größeren Städten 104 Berufsfeuerwehren.

Die Aufgaben sind, bei Bränden, Unfällen, Überschwemmungen und ähnlichen Ereignissen Hilfe zu leisten, Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten, zu löschen, zu bergen und zu schützen, wobei der Menschenrettung hier die oberste Priorität zukommt.

Unser Kollege Alexander Krammer ist lange genug dabei und weiß daher: „Einfach nicht zu unterschätzen ist der Aufwand, den es bedeutet, den eigenen Beruf mit dem Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr zu vereinbaren. Denn zeitintensiv sind nicht nur die Einsätze und die Ausbildung, wir Feuerwehrleute müssen auch regelmäßig üben und lernen.“

Er ergänzt: „Die Zahl unserer Einsätze nimmt kontinuierlich zu, egal ob Brände, technische Hilfsleistungen, Tierrettung oder wochenlange Einsätze in Katastrophengebieten. Und manches Mal rücken wir nicht nur bei Bränden aus: wir öffnen versperrte Türen, entfernen Ölspuren auf Straßen oder transportieren schwere Patienten aus der Wohnung hin zum Rettungswagen.“

 

Nachwuchs – eine brennende Frage

Leider engagieren sich immer weniger Menschen in den Feuerwehren. Pro Jahr verliert die Institution Feuerwehr im Schnitt über tausend Mitglieder – häufig ausgerechnet auf dem Land.

Gründe dafür sind vielfältig: Das Arbeiten in der Stadt mit dem weiträumigen Pendeln zum Arbeitsplatz, der demografische Wandel oder stramme Hierarchien.

Dennoch wird der Mitgliederschwund absehbar nicht dazu führen, dass Kommunen ohne Feuerwehr dastehen. Denn den Brandschutz zu gewährleisten, ist gesetzlich vorgeschrieben. Notfalls kann eine Gemeinde sogar Erwachsene zu dieser Aufgabe verpflichten.

Mitgliederwerbung wird nicht nur bei den beliebten Kinderfeuerwehren betrieben, über die man schon die Kleinsten begeistern will.

Auch durch die Arbeit in den Jugendfeuerwehren wird versucht, Kinder und Jugendliche für den Einsatz in der Feuerwehr zu begeistern, sodass sie bei entsprechendem Alter und Qualifikation im Feuerwehrdienst eingesetzt werden können.

 

Übrigens:

Der Schutzpatron der Feuerwehr ist der Heilige Florian.

Er wurde in der Geschichte bei Dürre, Brandgefahr und Unfruchtbarkeit der Felder gerufen und um Hilfe gebeten.

Hauptsache geradlinig

Ein paar Wochen nach der Fußball-WM und jetzt beim Saisonstart sind viele von uns beeindruckt von den Leistungen, Erfolgen und Misserfolgen. Doch kaum jemand von uns macht sich je Gedanken über die komplizierte und aufwändige Platzpflege bei diesem Rasensport.

Zum Beispiel ist die Sportplatzmarkierung ein wichtiges Aufgabengebiet im Sport- und Vereinsbereich, welches letztendlich entscheidend sein kann. Denn durch die geraden weißen Linien weiß jeder Sportler, Trainer, Schiedsrichter und Zuschauer, wo es lang geht. Exakte Spielfeldmarkierungen und gerade Linien sind das A und O

 

Ehrenamtliches Engagement im Verein

Doch wer arbeitet mit, wer verbürgt sich gegenüber dem Verein für die einwandfreie Ausführung?

Klaus Knittel, unser geschätzter Kollege aus dem Bereich der Feinblechtechnik, ist bei seinem Verein, dem VfB Neckarrems, seit 2010 als Platzwart für die Spielfeldmarkierungen zuständig und somit ein sogenannter „Linienstreuer“.

Herr Knittel erzählt: „1994 – vor 27 Jahren – als mein Sohn mit dem Fußballspielen begann, habe ich als Jugendtrainer im örtlichen Fußballverein angefangen. In den darauffolgenden Jahren habe ich diverse Jugendmannschaften (im Alter von 5 bis 18 Jahren) in Neckargröningen und Neckarrems trainiert.“

Nach 16jährigem Engagement als äußerst beliebter und erfolgreicher Jugendtrainer traf er die Entscheidung, sich nachhaltig – und ehrenamtlich – um die Sportplatzmarkierung zu kümmern.

Klaus Knittel erklärt: „Ehrenamtliche Mitarbeiter sind die Stützen des Vereinslebens. Ohne das kostenlose Engagement einiger Vereinsmitglieder können viele Ideen und Vorhaben aus Kostengründen nicht durchgeführt werden. Es wird nebenbei immer schwieriger, neue ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen.“

 

Gerade und exakt

Als Linienstreuer sorgt Herr Knittel für eine tadellose Markierung der Eckpunkte sowie aller Spielfeldlinien des Sportplatzes. Die Linien zieht man mit der Hilfe einer Schnur nach, ohne dass das Spielfeld jede Saison neu vermessen wird. Somit hat das Spielfeld immer die genauen und vorschriftsmäßigen Abmessungen.

Man markiert alle Linien weiß, 18 Schnittpunkte, Strafraum oder Mittelkreis, den Mittelpunkt und die Elfmeterpunkte eines Fußballfeldes.

„Wichtig ist, den Sportplatz mit exakten, geraden und gleichmäßigen Linien für einen optimalen Spielbetrieb zu markieren – und zwar in der ganzen Saison“, erläutert unser Feinblechspezialist sein freizeitliches Aufgabengebiet. Er übt diese Tätigkeit jeden Freitagnachmittag zuverlässig aus.

„Nicht nur bei Markierungsarbeiten – auch beim Vereinsvergnügen: wenn Not am Mann ist bei verschiedenen Festivitäten, bin ich selbstverständlich am Grill oder im Ausschank tätig“, strahlt er.

Klaus Knittel übt seine gemeinnützige Aufgabe gradlinig und gerne aus. Er könnte ehrenamtlichem Nachwuchs viel darüber erzählen …

„Petri Heil!“ –

Das ist der traditionelle Gruß der Fischer und Angler.

Oliver Reinfeld, unser Mitarbeiter, der seit Jahren seine vielseitigen handwerklichen Fähigkeiten im Bereich Feinblechtechnik tagtäglich unter Beweis stellt, ist seit 22 Jahren Angler – mit ständig wachsender Begeisterung.
„Das Interesse erbte ich von meinem Opa und auch mein Vater übte dieses Hobby leidenschaftlich aus.“

Oliver hat bereits achtjährig mit einem einfachen Stock und einer Schnur mit Haken erfolgreich Fische gefangen. Mit seinen Freunden und vollbepackten Fahrrädern radelten sie bei jeder Gelegenheit an umliegende Teiche, Seen, Flüsse und Bäche. Ziel war die leckere Beute von Hecht, Zander, Forelle, Wels, Aal, Döbel und Barbe. Doch auch war das Motto: Ein kleiner Fisch auf dem Tisch ist besser als ein großer im Bach.

„Angeln ist für mich ein Sport, der den Tagesstress ausgleicht – und die Hoffnung, den Fisch seines Lebens zu angeln, stirbt nie,“ gesteht Herr Reinfeld und führt weiter aus: „Man ist als Angler bei Wind und Wetter, Sonne, Regen oder Schnee in der herrlichen Natur, das Angelequipment steht immer parat und ist einsatzbereit. Das Angeln bedeutet für mich Freiheit,“ schwärmt er.

„Ich liebe die Zeit in der Natur. Man entdeckt so viele andere Tierarten wie zum Beispiel Biber, diverse Wasservögel, Mäuse, Rotwild, Amphibien (Molche, Frösche) und sogar Schlangen wie die typische Ringelnatter, die nicht selten am Wasser anzutreffen sind. Auch die Vielfalt der am Wasser wachsenden Pflanzen beeindruckt mich jedes Mal von Neuem.“

Beim Angeln verbringt man viel Zeit. Daher ist es herrlich, wenn diese Faszination ein „Familien-Unternehmen“ ist.
Nahezu ein seltenes Glück für die Familie ist die Tatsache, dass Frau Reinfeld wie ihr Mann liebend gerne angelt. Denn es ist erwiesen, dass dieses Hobby bundesweit eher eine maskuline Vorliebe ist. „Meine Frau angelt leidenschaftlich gerne – so haben wir uns auch kennengelernt. Und unsere Kinder zeigen bereits ebenfalls großes Interesse an dieser Begeisterung. 

Übrigens, klar ist, dass in einem Haushalt von Anglern wie den Reinfelds ein Aquarium nicht fehlen darf. Fazit: Tochter Lia, die jüngste, steht mit ihren 2 Jahren begeistert vor dem Aquarium, zeigt auf die vielen bunten Fische und fragt Papa Oliver: „Papa angeln?“

 

 

Wissenswertes vor dem Fang

Es gibt verschiedene Angelmethoden. Allen gemeinsam ist, dass der Fisch dazu gebracht wird, einen Haken an einer Schnur aufzunehmen, so dass er aus dem Wasser gezogen werden kann.

Doch das Angeln unterliegt in Deutschland grundsätzlich

  • dem Landesfischereigesetz und der
  • Landesfischereiordnung des jeweiligen Bundeslandes.

 

Zur Ausübung benötigt man in hierzulande im Wesentlichen zwei Papiere:

  • Einen gültigen Fischereischein und einen
  • Fischereierlaubnisschein/Gewässerschein

 

Das sogenannte „Schwarzangeln“ (Angeln ohne Erlaubnis des Berechtigten) ist

  • in geschlossenen Privatgewässern – ohne Fang – versuchter Diebstahl, da diese Fische fremdes Eigentum sind.
  • In sonstigen Gewässern ist das auch ohne Fang als Fischwilderei strafbar, da die dort fischbaren Tiere herrenlos sind und man dort letztlich das fremde Aneignungsrecht verletzt.

An vielen Gewässern wird das Fischereirecht durch staatliche oder vom Verein oder Verband eingesetzte Fischereiaufseher gehütet. Sie kontrollieren Papiere, Fangeräte und das Verhalten der Angler.

 

 

Wirtschaft, Natur und Umwelt

Eine bundesweite Befragung unter organisierten und nicht organisierten Hobbyfischern ergab, dass statistisch von den Anglern pro Kopf und Jahr rund 13 Kilo Fisch aus den Gewässern geholt werden. Damit ist die wirtschaftliche Bedeutung der Freizeitfischerei in Deutschland etwa ebenso groß wie die des gewerblichen Fischfangs. Mit dem Fang wird teilweise das Gaststättengewerbe bedient.

Der ökologische Nutzen ist enorm, da sich viele Hobbyangler für den Schutz der Seen und Flüsse einsetzen.

So auch Oliver Reinfeld.
Wir wünschen ihm bei der Ausübung seiner Passion auf jeden Fall allzeit „Petri Heil!“

Schach – das Spiel für Strategen

Alexej Mironov, unser Kantspezialist aus dem Bereich Blechtechnologien, ist so ein Stratege.
„Ich spiele seit meinem 6. Lebensjahr Schach.“

Herr Mironov berichtet aus seiner Kindheit und strahlt: „In meiner russischen Heimatstadt Rudnij in Kasachstan lebten zu meiner Zeit 140 000 Menschen und es gab 20 Schulen. Schach ist dort, wo ich aufgewachsen bin, seit jeher ein Schulfach. Ich war der beste Schachspieler unter den Schulkindern!“ 

Mit 15 Jahren trat Alexej ins Gymnasium ein, mit 17 Jahren fing er an zu studieren und schloss erfolgreich als Ingenieur für Automatisierung ab. Während seiner gesamten Ausbildung wurde fortlaufend Schach gespielt und trainiert.

1999 kam Herr Mironov, inzwischen verheiratet und Vater von zwei Kindern, nach Deutschland – genau gesagt nach Backnang. „In der Woche nach meiner Ankunft suchte und fand ich sofort den Schachverein Backnang e V.. Glücklich startete ich dort als neues Mitglied umgehend mit dem Training“ schwärmt er.

Stolz führt er aus: „In unserem Verein spielt der Jugend-Weltmeister 2006 und 3 Jahre später der Deutsche Meister der Männer.“ Bei einem Turnier 2008 spielte genau dieser Schachmeister simultan an 18 Brettern und ICH war einer seiner Gegner: Das Ergebnis war UNENTSCHIEDEN!“

Der Schachverein Backnang e V. beteiligt sich mit sechs Mannschaften aktiv im Bezirk Stuttgart, zwei davon sind Jugend- und Schülermannschaften. Sie werden erfolgreich von drei Trainern betreut und gefördert. 

„Einmal im Jahr veranstalten wir die Stadtmeisterschaften in Backnang. Meine besten Ergebnisse waren 2018 und 2019, jeweils der zweite Platz.“, strahlt Alexej. „Mein Ziel ist auf jeden Fall der erste Platz!“ 

Ein Schachturnier ist für die Spieler sehr anstrengend. Alexej Mironov trainiert während eines Turniers täglich 2 Stunden. 

Das beste Spiel absolvierte Herr Mironov am 2.12.18 bei der Bezirksliga gegen Gerlingen. Er gewann sein Spiel für die erste Mannschaft am vierten Brett. 

„In meiner Schach-Kariere stellte sich heraus, dass Schach für mich mehr als ein Hobby ist. Es ist einerseits Leidenschaft und Berufung, andererseits richtiger Sport. Alle in meiner Familie spielen seit ihrer Kindheit Schach.“ 

Wissenswert ist, dass jeder Schachspieler seinen eigenen Bewertungsstatus hat. Das jeweilige Können wird seit 1993 durch eine „DWZ“ (Deutsche Wertungszahl) ausgedrückt. Anfänger starten mit Bewertungen unter 1000 – wer mit über 2700 bewertet wird, ist ein Weltklassespieler. Unser Kollege Alexej Mironov hat immerhin 1868.

 

Schach – reines Vergnügen oder auch Wettkampf

Das Brettspiel gilt inzwischen offiziell als Sportart und ist seit 1999 vom IOC (Internationales Olympisches Komitee) in Deutschland anerkannt. Schach und Sport haben viele Gemeinsamkeiten – und auch die körperliche Belastung während eines Schachspiels ist durch Untersuchungen nachgewiesen. Der Unterschied: bei der den meisten sportlichen Disziplinen müssen die Muskeln gut ausgebildet sein, bei der Sportart Schach muss das Gehirn Erstaunliches vollbringen. 

Der Sportgedanke beim Schachspiel ist erst in der Neuzeit zu finden – im Mittelalter wurde Schach noch als Mittel der Bildung angesehen. Die Bezeichnung kommt aus dem Persischen und bedeutet Schah/König – „das königliche Spiel.“ Schach ist weltweit bekannt und hat eine tiefe kulturelle Bedeutung erlangt. 

Bei diesem strategischen Brettspiel bewegen zwei Spieler abwechselnd ihre jeweils 16 schwarzen und weißen Schachfiguren mittels den möglichen Spielzügen auf einem Spielbrett. Ziel des Spiels ist es, den Gegner „schachmatt“ zu setzen, das heißt, dessen König so anzugreifen, dass diesem weder Abwehr noch Flucht möglich ist. 

Im späten 20. Jahrhundert gewannen schrittweise Schachcomputer und Schachprogramme auf PCs an Bedeutung. Heute sind sie menschlichen Spielern fast ausnahmslos überlegen. Schachprogramme spielen beim Schachtraining, bei der Partievorbereitung und der Partieanalyse im Spitzenschach eine wichtige Rolle.

Das Schachspiel hat neben den spielerischen Aspekten auch spezielle psychologische Komponenten. Untersuchungen beschäftigen sich mit Fragen, ob und inwieweit die „schachliche“ Beschäftigung Einflüsse auf die Lernfähigkeit aufweist.

An immer mehr Grundschulen international wird Schach als Wahl- oder Pflichtfach unterrichtet. Das Brettspiel soll das mathematisch-analytische Denken von Kindern verbessern und soziale Kompetenzen fördern. Schach diene der Persönlichkeitsentwicklung und führe zu besseren Schulleistungen.

Hier passt das Zitat aus Wilhelm Tell perfekt:
„Früh übt sich, was ein Meister werden will!“

Unsere Retter in der Not

Auch wenn es zahlreiche gesetzliche Vorschriften gibt, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten – plötzlich auftretende Erkrankungen oder Unfälle können leider nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Unabhängig davon, wie gefährlich ein Job ist, Ersthelfer im Betrieb sind Pflicht und für den Notfall vorgeschrieben.
In einem metallverarbeitenden Unternehmen, wie bei H.P. Kaysser sind in manchen Bereichen verletzungsgefährdete Arbeiten zu verrichten. Trotz größter Sorgfalt können Unfälle passieren – unsere Ersthelfer sind dann die „Retter in der Not“.

Armin Hartmaier, unser anerkannter Feinblechspezialist, ist seit über 30 Jahren mit anderen Ersthelfer-Kollegen bei uns in der Firma als „Retter“ tätig. Die Erfahrung, in besonderen Fällen erste Hilfe zu leisten, beruht auf seinen langjährigen Aktivitäten im Rettungsbereich.

Armin Hartmaiers „Retter-Karriere“ kann sich sehen lassen:

  • Mit 13 Jahren trat er bereits dem Jugendrotkreuz Aspach bei.
  • Seit über 35 Jahren ist Herr Hartmaier an den Rettungswachen Murrhardt und Backnang ehrenamtlich für den Rettungsdienst des DRK Rems-Murr tätig.
  • 1995 erarbeitete er sich die Weiterqualifizierung zum Rettungsassistenten. Eigentlich bedeutet das eine zweijährige Vollzeitausbildung, doch Armin Hartmaier hat sie nebenberuflich mit besonderem Engagement erworben.

„Das Ehrenamt macht mir viel Spaß und es freut mich, wenn ich anderen Menschen mit meinem Fachwissen helfen kann“, lächelt Herr Hartmaier überzeugend und erklärt: „Zur ehrenamtlichen Tätigkeit als Rettungsassistent gehören zusätzlich 30 Pflicht-Fortbildungsstunden pro Jahr, die in Kliniken und Rettungsdienstorganisationen stattfinden. Seit der Corona-Krise ist das allerdings nur mit Onlinefortbildungen möglich. Man ist verpflichtet, regelmäßig Dienste zu übernehmen, mindestens 24 Stunden im Monat. So bleibt man auf dem neuesten Stand und kann routiniert arbeiten. Ich leiste diese Dienste an Wochenenden, mal tagsüber oder auch nachts, immer in 12-Stunden-Schichten.“

Armin Hartmaier erinnert sich an vielseitige Einsätze, die für ihn teilweise sehr belastend waren und dann auch wieder glücklich machten: „In einer Nachtschicht wurden wir zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten (18 und 23 Jahre alt) gerufen und nur drei Stunden später kam in unserem Rettungswagen ein gesundes Kind zur Welt.“

„Ein einmaliges tolles Erlebnis hatte ich, als ich nach einem Einsatz mit dem Rettungshubschrauber, neben dem Pilot sitzend, zur Klinik nach Schwäbisch Hall mitfliegen durfte."

Ersthelfer im Betrieb: Aufgaben und Pflichten

Was ist ein betrieblicher Ersthelfer? Welche Aufgaben hat er zu erfüllen?

  • Ist ein Mitarbeiter zu Schaden gekommen, muss der Ersthelfer sich um ihn kümmern und die medizinische Erstversorgung übernehmen, bis ein Rettungswagen eintrifft.
  • Er muss in der Lage sein, rasch und umsichtig auf schwere Verletzungen, Verbrennungen, Allergieschocks oder Herz-Kreislauferkrankungen zu reagieren und Sofortmaßnahmen zur Versorgung des Verletzten einzuleiten.
  • Darüber hinaus sind die Ersthelfer im Unternehmen dafür zuständig, im Notfall alle relevanten Informationen an den Rettungsdienst weiterzugeben.
  • Das Erste-Hilfe-Material ist regelmäßig auf Vollständigkeit und Sauberkeit zu überprüfen und die Kontrollen im Verbandbuch zu dokumentieren, welches dem Unfallversicherungsträger als Beleg dient.

Ein betrieblicher Ersthelfer sollte nicht nur über die notwendigen medizinischen Kenntnisse verfügen, sondern sich auch von seiner Persönlichkeit für diese Aufgabe eignen. Immerhin muss er in einer solchen Extremsituation die Ruhe bewahren und der verletzten Person Mut machen, statt diese womöglich mit seiner eigenen Panik anzustecken.

Das klingt nach einer Menge Verantwortung für den Betriebsersthelfer, doch in der Regel stehen ihm noch andere Helfer, wie z.B. der Betriebsarzt oder -sanitäter zur Seite. Darüber hinaus kann er sich mit der Bitte um Unterstützung auch an eine Fachkraft für Arbeitssicherheit wenden.

Ein betrieblicher Ersthelfer ist ein ausgebildeter Laie, der bei einem Unfall am Arbeitsplatz die Versorgung des Verletzten übernimmt, bis das medizinische Fachpersonal zur Stelle ist. Sein Handeln dient dabei stets der Abwehr akuter Gesundheits- und Lebensgefahren.

Wir sind sehr froh, dass wir solch einsatzbereiten Ersthelfer wie Armin Hartmaier in unseren Reihen haben. Das überdurchschnittliche Engagement unserer „Retter in der Not“ gibt uns die Sicherheit, neben all den eingehaltenen Vorschriften auch bei einer Unfall-Situation auf der sicheren Seite zu sein.

Bienenfleiß

Arbeitsbienen sind bekannt für ihren Fleiß. Kaum zu glauben: Sie fliegen für 1 Pfund Honig rund 40.000 Mal aus und legen dabei eine Flugstrecke von rund 120.000 km zurück – so weit wie dreimal um die Erde. An guten Tagen können die Sammlerinnen eines Volkes mehrere Kilogramm Blütennektar einfliegen.

 

Hobby-Imker Eduard Dinius, unser langjähriger Feinblechspezialist, kümmert sich in seiner Freizeit – auch mit Bienenfleiß – seit 22 Jahren um seine 9 Bienenvölker.

„Als Imker oder Imkerin ist es deine Aufgabe, Bienen zu halten, sie zu betreuen und für die Vermehrung der einzelnen Bienenvölker zu sorgen“, erklärt Eduard Dinius und führt weiter aus, „doch ohne die Bienenköniginnen läuft nichts bei der Zucht im Kasten. Diese sorgt als einziges geschlechtsreifes Weibchen für die Nachkommen. Sie steuert ihr Bienenvolk durch bestimmte Duftstoffe. Fazit: Ohne eine Königin gibt es keine neuen Bienenvölker. Deswegen ist auch das Heranzüchten neuer Bienenköniginnen essenziell wichtig für einen erfolgreichen Imker.“

Ein Hobby-Imker startet meist mit 2 bis 3 Bienen-Völkern. Die Arbeit ist umfangreich, gute Fachkenntnisse sind angesagt. Die benötigte Hardware besteht aus Bienen-Unterkünften, einigen Werkzeugen wie Stockmeißel, Abkehrbesen und Rauchgerät. Später kommt eventuell noch eine Honigschleuder dazu.

Stets gibt es einiges zu tun, um das Wohl der Völker zu gewährleisten: Platz schaffen für die neuen Bienenvölker, erweiterte Bienenstöcke bauen oder vorhandene Unterkünfte umorganisieren. Handwerkliches Geschick ist hier angesagt – und das ist bei unserem Herrn Dinius ja absolut kein Thema.

Die wohl wichtigste Voraussetzung, um Imker zu werden ist Respekt vor den Bienen. Angst vor den umhersummenden Tierchen sollte man jedoch keine haben. „Hauptsache ist, du bekommst keine Panik, wenn etwas um deinen Kopf summt“, meint unser Hobby-Imker, „und du bist vor allem gerne draußen.“

 

Honig – das begehrte süße und gesunde Produkt

Auch das Gewinnen und eventuell das Vermarkten von Honig gehört mit zu den Aufgaben des Imkers. „Unser Honig ist naturbelassen und lecker. Allerdings verkaufen wir ihn nicht – der wird ausschließlich innerhalb unserer großen Familie genossen“, schmunzelt Eduard Dinius.

Jeder Honig schmeckt einzigartig. Entscheidend für den Geschmack ist, woher der Honig kommt. Ein Bienenvolk fliegt im Radius von etwa 3 km um den Bienenstock seine Trachtquellen an. Ähnlich wie beim Wein unterscheiden sich die regionalen Herkunftsgebiete des Honigs durch ihre unterschiedliche Bodenbeschaffenheit, die klimatischen Bedingungen und die dadurch bedingte Zusammensetzung der Flora sowie der zeitlichen Abfolge ihres Blühens. Dies alles hat Einfluss auf den Geschmack des Produkts.

Honig ist ein Fingerabdruck der Natur und so soll es auch sein. Es wird nichts entnommen, hinzugefügt oder gemischt. Ein Qualitätsmerkmal dafür ist die früher oder später einsetzende Kristallisation. Bei Bedarf lässt sich der Honig durch kurze Erwärmung im Wasserbad bei max. 40 °C wieder schonend verflüssigen.

 

Aus der Region

Für Honiggenießer lohnt es sich, den Honig direkt vom Erzeuger zu kaufen. Mit dem Kauf unterstützt man nicht nur die vielen engagierte Imker, sondern trägt auch zur heimischen Artenvielfalt bei.

Honig aus hiesiger Produktion ist nicht nur gut für die Natur, sondern wegen der gesunden Inhaltsstoffe auch gut für unsere Fitness.

 

Übrigens …

… Bienen gibt es seit über 150 Millionen Jahren auf unserem Planeten.

Die menschlichen Eingriffe in das Ökosystem haben dazu geführt, dass die europäischen Honigbienen nicht mehr alleine überleben können. Sie sind hier zu Lande zu bedrohten Arten geworden.

Sie würden ohne die Fürsorge eines Imkers aussterben, was katastrophale Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem hätte.

 

„Willst Du Dich zu Bienen wagen,
muss Dein Herz in Reinheit schlagen.
Denn es ist der Bienen Pflicht,
dass sie alle Sünder sticht.“

Bienenschwärmer, Rosenheimer Land

Himmlische Leidenschaft

Hobby-Pilot Jürgen Jacobi ist seit mehr als 20 Jahren bei uns im Bereich Automatisiertes Schweißen verantwortlich engagiert. 
Doch seine „emotionalen Höhenflüge“ erlebt er in seiner Freizeit im Rahmen seiner Modellflug-Leidenschaft. Es wird geflogen, wann und wo immer es geht …


Wieso gerade Modellflug?

„Für weltweit Millionen von begeisterten Modellbauern und auch für mich ist Modellflug das schönste Hobby überhaupt“, schwärmt Herr Jacobi. „Modellflug ist – je nach dem wie man ihn betreibt – Sport oder Ausgleich, Adrenalinschub oder Meditation.“
Für unseren Piloten, Techniker durch und durch, ist der technische Bereich eine sehr wichtige Komponente – denn früher oder später kommt bei jedem Modellbauer der Ingenieur durch und er wird versuchen, das ein oder andere zu optimieren. Ob Aerodynamik, Wetterkunde, Festigkeitslehre, Werkstoffkunde, Elektrotechnik oder Programmierung – es ist von allem was dabei …

Jürgen Jacobi ist Gründungsmitglied des MSC-Allmersbach a.W.e.V und war 6 Jahre erster Vorstand. Seine Erfahrungen, die er in 12 Jahren als Werkspilot eines namhaften deutschen Motorenherstellers sammelte, werden in Fachkreisen hoch eingeschätzt.


Ganzjährige Aktivitäten bestimmen seinen Timer

Besondere Highlights sind die jährlichen Ferienprogramme, die Teilnahme an der Vatertagswoche mit Wohnwagen, d.h. eine Woche nur fliegen auf dem Vereinsgelände, mehre Ausfluge zu Modellbaubörsen, Neujahrsfliegen auf dem Modellflugplatz, das wöchentliche Treffen mit Kameraden zum gemeinsamen Basteln, Reparieren der Modelle, Fachsimpeln, Besuche mehrerer Modellflugtage und und und …

„Es ist in unserer Familie ganz klar ein Männersport. Aber wir machen trotzdem alles zusammen. Meine Frau und die beiden Töchter sind leidenschaftliche „Flugbegleiterinnen“.


Modellflugsport und Natur gehören für uns zusammen

„Neben dem Konstruieren und Bauen zählt natürlich vor allem das Fliegen“, schwärmt unser Hobby-Pilot. „Stellen Sie sich vor, Sie fliegen morgens bei Sonnenaufgang mit ihrem Flieger ein paar Runden oder kämpfen bei eisigem Wetter gegen den Wind. Einfach fantastisch!“ Außerdem erfordert der aktive Modellflug zwar keine körperliche Fitness, aber ihn aktiv zu betreiben ist zumindest eine sogenannte „Nichtdurchrostgarantie“. Mentale Fitness wird nämlich spätestens beim Kunstflug gefordert, wo es auf extreme Konzentration und Reaktionszeiten ankommt.


Früh lernt man Verantwortung zu tragen

Im Gegensatz zu vielen anderen Hobbys wird von einem Modellpiloten in einem hohen Maße Verantwortung erwartet. Auf einem Modellflugplatz herrschen strikte Regeln. Der Pilot kennt sein Material am besten und ist dafür verantwortlich. Sicherheitstechnisch muss alles 100 % in Ordnung sein. Kompromisse werden nicht geduldet. Es setzt darüber hinaus ein hohes Maß an Disziplin voraus, eben nicht zu fliegen, wenn es die Umgebungsbedingungen nicht erlauben. Eine Bruchlandung kann teuer werden.


Jürgen Jacobi hängt an seinen Himmelsstürmern

Ich habe über 50 flugfertige Modelle im Keller.Vom Segler bis 4 m, Schleppmaschinen mit bis zu 70 ccm über Nurflügler, Speed Modelle mit bis zu über 300 km/h, Paragleiter bis hin zu Wasserflugzeugen. Das sind alles meine Schätze.“ „Und wenn es je mal dazu kommt, dass Modelle den Besitzer wechseln, fordert das eben auch manchmal heimliche Männertränen.“

Mitarbeiterengagement im Kosovo

In Eigeninitiative hat Labinot Loku, unser Kollege aus der Fertigungssteuerung, im Dezember 2019 eine von ihm geplante Spendenaktion in seiner Kirchengemeinde, der Liebenzellergemeinschaft in Backnang, vorgestellt. Mit eindrucksvollen Bildern aus dem Kosovo dokumentierte er die Notwendigkeit für sofortige Hilfe. In der Gemeinde wurden daraufhin fleißig Spenden für dieses Vorhaben gesammelt. Mit großem Erfolg. Es kam genug Geld zusammen, um für 20 Familien in Ferizaj Lebensmittelpakete zu schnüren.

Kurz vor Weihnachten 2019 ging es los. Labinot Loku und seine genauso engagierte Frau reisten mit ihrem privaten Auto in den Kosovo nach Ferizaj. „Als meine Frau und ich im Kosovo ankamen, wurde nach einer Liste in ortsansässigen Lebensmittelgeschäften alles Nötige eingekauft.“ 

Direkt vor Ort wurden 20 Pakete beispielsweise mit Nudeln, Salz, Mehl, Öl, Toilettenpapier, Seife, Zahnbürsten, Reis, Schokolade und Fleisch bestückt – Warenwert pro Paket 75 €! Familie Loku und ihre Freunde halfen tatkräftig beim Packen und Ausfahren. 

„Wir haben einen Anhänger ausgeliehen und die Lebensmittelpakete eingeladen. Unser Ziel war es, jede Familie mit Vorräten für einen Monat zu versorgen“, erklärt Herr Loku.

„Im Rathaus von Ferizaj haben wir besonders bedürftige Familien ausfindig gemacht. Wir erhielten vom Amt eine Liste mit ihren Anschriften in der Stadt und in den Randgebieten. Sofort machten wir uns auf den Weg. Problematisch war: Es gab keine genauen Adressen, Telefonnummern funktionierten nicht und die Dörfer weiter voneinander entfernt als gedacht.“

Die Lokus wurden von den Familien sehr herzlich empfangen. „Alle Familienmitglieder waren beeindruckt, dass sich Menschen aus Deutschland Sorgen machen, Geld für sie spenden und somit im Kosovo Hilfe leisten.“

Labinot Loku würde diese oder ähnliche Aktionen gern wiederholen. „Wir möchten gewissermaßen für die dort in armen Verhältnissen lebenden Menschen ein „Licht im Kosovo“ sein und sie unterstützen.“

Leider war es coronabedingt 2020 nicht möglich, eine derartige Maßnahme durchzuführen. Kollege Loku ist jedoch zuversichtlich: „Sobald sich die Situation entspannt und erneut grenzüberschreitende Hilfsmaßnahmen angedacht werden können, sind wir Lokus wieder am Ball.“

Übrigens hat Labinot Loku, schon lange bevor er nach Deutschland kam, in seinem Heimatland Kosovo mit guten Ideen viel Freude bereitet. Gemeinsam mit der dortigen evangelischen Gemeinde wurden über mehrere Jahre ca. 30.000 sogenannte „Weihnachten im Schuhkarton“® Pakete verteilt. „Diese Spendenpakete wurden uns aus England und Deutschland zugesendet und wir haben sie an Schüler der umliegenden Dörfer von Ferizaj im Rahmen eines kleinen Weihnachtsprogramms verteilt. Die Kinder waren überglücklich“, erinnert sich Labinot Loku gerne.

DHBW-Student betreut zukünftiges Automatisierungsprojekt

Spannend ist eines unserer aktuellen Vorhaben im Hause Kaysser – das Projekt namens MIRA. 

MIRA ist der Name für den autonomen mobile Roboter MiR 100, ein fahrerloses Transportsystem.

Die Idee und das Vorhaben wurden schon vor einiger Zeit ins Leben gerufen. Primäres Ziel ist, regelmäßige interne Lieferwege von einem Bereich zum anderen zu automatisieren. 

Aktuelles Beispiel: MIRA, unser „Roboterkollege von der Nachtschicht“, holt Kleinteile von den Laserschneidanlagen und liefert sie in den Versand. Dieses Projekt ist besonders geeignet für die bei uns im Haus gefertigten Online-Aufträge über laserteile4you, da diese in der Regel schnellstmöglich nach dem Laserschneiden verschickt werden müssen.

Vorgehensweise: Die Aufnahmestation gibt ein Signal an den Roboter, dass Kisten zur Abholung bereit sind. Das FTS (fahrerloses Transportsystem) holt die Kisten selbstständig ab und übergibt sie der ebenso vollautomatischen Kommissionierstation. Dabei scannt der Roboter MIRA mittels Laserscannern und 3D-Kameras auf seinem Weg von A nach B permanent die Umgebung. Er kann sich in der Karte orientieren und weicht zuverlässig Hindernissen oder Personen aus. Gegebenenfalls plant er Alternativrouten, wenn ein Weg plötzlich versperrt sein sollte.

Die Auf- und Abnahmestationen wurden im Rahmen einer Technikerarbeit im Hause selbst konstruiert und gebaut. 

Maik Schwarz, unser DHBW–Student Wirtschaftsingenieurwesen, treibt dieses Projekt nun mit Volldampf voran – mit der Vision, dass MIRA und seine zukünftigen „Kollegen“ in ein paar Monaten die nächtlichen Transportaufgaben von Kleinteilen im ganz normalen Werksverkehr befördern. Aktuell ist MIRA im Testbetrieb für den automatisierten inneren Transport.

Immer das Ziel im Visier

Tim Stadtmüller ist knackige 26 Jahre alt und eingefleischter Suzuki-Fahrer,der nun aber in der diesjährigen Saison für das Limbächer by MotoLife Racing Team mit der aktuellen Yamaha R1 in der Klasse IDM Superbike 1000 startet.

Nach seiner Lehre als Zerspanungsmechaniker bei uns in der H.P. Kaysser-Lernfabrik ist er heute engagierter Maschinenbaustudent in Aalen. Sein gelebtes Hobby ist seit klein auf der Motorradrennsport, wobei er schon beachtenswerte Erfolge erraste. Im Suzuki GSX-R-Cup wurde er zuletzt Gesamt-Vierter. Seine größten Erfolge: Deutscher Meister im Deutschen Langstrecken Cup 2016, Podiumsplätze im belgischen Zolder, auf dem Lausitzring und beim Hockenheimring-Finale.

Doch es lief nicht immer alles nach Plan. So gab es auch technische Probleme und Stürze. Tim landete 2018 nach dem dritten Platz im ersten Lauf von Hockenheim beim zweiten Rennen statt auf dem Podest im Krankenhaus. „Ich wollte mit viel Schwung an einem Konkurrenten vorbei, doch plötzlich bremste dieser in der Kurve ab und ich konnte nicht mehr ausweichen. Ich knallte ihm ins Hinterrad und er stürzte. Ich versuchte mein Bike zu halten, was mir auch kurzzeitig gelang, doch plötzlich flog sein Bike durch die Luft und traf mich. Im Sturz wurde ich auch noch von meinem eigenen Motorrad getroffen.“

Resultat dieses Wochenendes: starke Prellungen und Schrott. Doch seiner Leidenschaft zum Rennfahren und dem Ehrgeiz nach vorne zu kommen hat das keinen Abbruch getan. Tim Stadtmüller ist eine Kämpfernatur. Seine Ausbildung hat er mit viel Elan und Geschick durchgezogen. Schon als Azubi fuhr er Motorradrennen und die H.P. Kaysser GmbH + Co. KG hat ihn immer gerne gesponsert. „Solche engagierten jungen Leute gefallen uns“ meint Geschäftsführer Thomas Kaysser.

Um seine Rennkasse etwas aufzufrischen, jobbte Tim Stadtmüller bei uns im Vorrichtungsbau und bei Laserteile4you. Dort werden fachkundige, dynamische und kreative Mitdenker immer gebraucht …
Wir wünschen Tim für die kommende Saison viel Erfolg – und „Hals und Beinbruch“

Schwaikheimer Chor singt in New York City

Swinging Notes – so nennt sich der Chor aus Schwaikheim. Die 35 Chormitglieder wurden durch ihre Aufnahmen auf dem YouTube-Kanal von Verantwortlichen der New Yorker Carnegie Hall entdeckt und zu einem internationalen Chorevent im Januar 2020 eingeladen.  Auch zwei unserer langjährigen Mitarbeiterinnen singen in diesem erfolgreichen Chor. Die Einladung nach New York hat sie völlig überrascht – doch umso größer ist die Freude. Denn die Sängerinnen und Sänger fühlen sich mit der Metropole am Hudson River besonders verbunden. 

Der Chor wurde am 11.09.2001 von Chorleiter Nikolai Singer in Schwaikheim gegründet – zufällig am Tag der Terroranschläge in New York City. Durch diese Geburtsstunde der Swinging Notes entstand eine Verbundenheit mit New York. Gerne würde der Chor daher einmal am Ground Zero singen. Dieser Wunsch könnte bald wahr werden. 21 Mitglieder des Chors werden tatsächlich im Januar 2020 nach New York reisen. Der Auftritt in der Carnegie Hall ist eine einmalige Chance, betont Nikolai Singer. Gemeinsam mit anderen Chören aus aller Welt werden die Swinging Notes auftreten. Insgesamt stehen dann rund 250 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne, begleitet von einem Sinfonieorchester.

Alle, die mitkommen, hoffen, dass sie neben den Proben und dem Auftritt in der Carnegie Hall die Gelegenheit haben werden, auch am Ground Zero zu singen. Ob das erlaubt ist, weiß noch niemand. Wir von der Firma H.P. Kaysser hoffen es und drücken die Daumen, dass alles so funktioniert, wie es sich der Chor so sehr wünscht …

Wer gut arbeitet muss auch gut essen

Der Genuss guter Speisen sorgt dafür, dass es einem sowohl körperlich als auch seelisch gut geht. Und gemeinsam essen, das ist in unserer Kantine der muntere Break in der Mittagspause. Das Herzstück unserer H.P. Kaysser-Kantine ist Frau Claudia Schmid, die seit mehr als 20 Jahren das Menü ausgibt und jeden ihrer Gäste stets liebevoll umsorgt. Extra viel Sauce, ein paar Spaghetti mehr, den Salat bitte doppelt – Frau Schmid kennt alle Vorlieben ihrer Kantinenbesucher und kennt die Lieblingsgerichte auswendig. Und wenn mal jemand vergisst, zu bestellen – schnell wird was zusammengestellt, alles, was geht.

Bei schönem Wetter radelt Claudia Schmid von Schwaikheim nach Nellmersbach. Um nicht ganz „aus der Puste“ anzukommen, umkreist sie als Finale, etwas langsamer, das Firmengelände. Sport ist für sie auch ein wichtiger Freizeit-Aspekt: sie trainiert die Schwaikheimer Mini-Handballer. Eine Aufgabe, mit der sie durch ihre immer fröhliche Art, ihre Belastbarkeit und Ihr geduldiges Wesen immer punkten kann. Wie auch in der Kantine …